Freitag, 9. Mai 2008

Eine Soap, so geil wie gefährlicher Sex

An der S-Bahn-Station erblicke ich die neueste Verbraucherinformation, in Auftrag gegeben von dem Laden, bei dem ich so gut wie nie etwas kaufen möchte, der aber trotzdem jedes Jahr von meinem Konto abbucht: „Ein Tag ohne Marienhof ist wie eine Affäre ohne Gefahr“. Ah, also locker, genussvoll und lebenswert? Aber die meinen das wohl anders.

Schön, wenn man im Alltag sehen kann, dass die öffentlich-rechtlichen Sender einem erst das Geld abnehmen, um damit überwiegend Schund zu produzieren und den Rest darin investieren, dass man während der Warterei auf die S-Bahn daran erinnert wird, dass es tatsächlich Schund ist, den eigentlich keiner sehen will. Fehlt noch, dass sie es fett drauf schreiben: „Hier stecken Ihre Gebühren drin!“

Ich sehe schon den Gegenangriff von RTL:
„Ein Abend ohne GZSZ ist wie zu zahlen statt dem GEZ-Fahnder einen zu blasen.“

Mittwoch, 7. Mai 2008

Ein neuer Mann

Ich will möglichst keinen Schwulen daten, bei dem der Sex schnell mal romantische Empfindungen In Bezug auf mich auslösen könnte. Die damit einhergehenden Verletzungen würden mir leid tun und das Vergnügen arg schmälern. Und auch wenn HIV längst kein reines Schwulenproblem mehr ist, so macht mir die Szene doch eher Angst.

Perfekt wäre ein Mann bis maximal Mitte 30, in fester, offener Partnerschaft mit einer Frau – und auch wenn mich sein bestes Stück am meisten interessiert, sollte ich doch in der Lage sein, ihm ins Gesicht zu schauen, ohne dabei meine Lust zu verlieren. So ein Typ wie Ka wäre super (*träum* *erinner* *schwärm*), aber ich sollte wohl nicht mit meinen Ansprüchen übertreiben.

Viele bi-neugierige Männer, die noch nie etwas mit dem eigenen Geschlecht hatten, suchen einen dominanten Kerl, der sie quasi dazu zwingt, ihm den Schwanz zu lutschen etc.. Für mich ist aber bisher eher die Bandbreite von „neutral“ bis ziemlich devot denkbar. Denn wenn ich Sex mit Männern will, dann vor allem wegen der Dinge, die ich mit einer Frau so nicht erleben kann: Ich will der sein, der ihm seinen harten Riemen mit Hand und/oder Mund fertig macht, ich will das vollgespritzte Luder sein, ich will gefickt werden. Aber all diesen Tätigkeiten wohnt schon ein mehr oder weniger hierarchischer, asymmetrischer Charakter inne und ich stehe stets auf der submissiven, devoten Seite.

Umgekehrt finde ich Männersex weit weniger spannend. Wenn ich gelutscht werde, wenn ich in jemandem eindringe, dann möchte ich die Schönheit weiblicher Gesichtszüge und entsprechender Körperform genießen. Nun kann man mir ja vorwerfen, ich sollte doch nicht klagen, offenbar würden ja die meisten mehr oder weniger bisexuellen Männer alle so ticken wie ich. Naja, das ist nicht ganz korrekt, denn diese Männer brauchen die Dominanz des männlichen Sexpartners, um überhaupt ihre Hemmungen und inneren Blockaden zu überwinden. Das ist für mich längst kein Thema mehr, ich kann und will mich einfach nur fallen lassen.


Und nun sieht es so aus, als hätte ich bald die Gelegenheit dazu, denn auf einmal war er da, der mehr als geeignete Mann für meine sexuellen Wünsche: Mitte der Zwanziger, in glücklicher, offener Partnerschaft mit einer sehr attraktiven und freizügigen Frau, selbst auch sehr lecker, sympathisch und nicht auf den Kopf gefallen. Er ist genau so schwanzgeil wie ich und interessanterweise habe ich erstmals das Gefühl, dass ich mich mit einem Mann dauerhaft anfreunden und ihn zugleich als regelmäßigen Sexpartner haben kann.

Wir beide sind gerade eifrig dabei, uns mal von der Arbeit freizuschaufeln, um Zeit für ein erstes Treffen zu finden. Bis dahin machen wir uns zwischendurch online gegenseitig geil. Während ich dabei daheim sitzen kann, muss der arme Kerl im Büro mit der Reizflut fertig werden. Ich werde ihn hoffentlich bald angemessen für diese süße Qual entschädigen!

Dienstag, 6. Mai 2008

Schreibpause beendet

Wieder einmal setze ich einer langen Blogpause ein Ende. Ein halbes Jahr voller großer und kleiner Ereignisse ist vorbeigegangen und eigentlich ist es eine Schande, dass so manches geistige Zwischenergebnis meiner Reflektionen in dieser Zeit nicht dokumentiert wurde. Nun möchte ich zumindest mal die wichtigsten Aspekte meiner derzeitigen Lebens- und Liebessituation festhalten, bevor ich wieder richtig einsteige:
  • Seit 13 Monaten lebe ich in einer heterosexuellen romantischen Zweierbeziehung, Lebenspartnerschaft oder wie man es auch nennen mag
  • Ich liebe meine Partnerin und betrachte sie als einen der größten Glücksfälle meines Lebens
  • Wir wohnen seit ungefähr 5 Monaten zusammen in meiner Wohnung, ziehen aber bald in ein großes Haus
  • Ich habe seitdem mit keiner anderen Person Sex gehabt, auch wenn dabei eine Rolle spielen dürfte, dass die neuen Lebensumstände die Anzahl der Gelegenheiten schmälern. Die Lust auf fremde Haut ist nicht wirklich signifikant gesunken.
  • Ich hatte vor einigen Wochen eine spontane Begegnung mit Tanja, in deren Verlauf wir uns wieder mal etwas näher kamen. Es blieb aber nur bei ein bißchen Massage, Streicheleinheiten und zarten Küssen auf Wange und Hals, wobei die Initiative von mir aus ging. Ich wäre wohl noch weiter gegangen, wenn sie nicht so zurückhaltend gewesen wäre.
  • Nach einer langen Phase der Ruhe haben wir vor einigen Wochen wieder mal eine Diskussion über unsere Beziehung geführt und haben nun einen Status, den ich mal vorsichtig als „kontrolliert freie Beziehung“ bezeichnen würde. Die Spielregeln: Ich darf Männer haben, soll es ihr aber nicht vorab erzählen und sie will zunächst nichts mitbekommen bis sie irgendwann in stabiler Stimmung von sich aus auf mich zugeht und nachfragt. Bis vor ein paar Tagen schien es mir noch, als würde ich diese mir von ihr gewährte Freiheit gar nicht nützen können, da es wirklich nicht einfach erschien, einen geeigneten Typen kennenzulernen. Aber das hat sich inzwischen geändert…

Mittwoch, 14. November 2007

Youporn wieder gesperrt - Vatikan hilft weiter!

Arcor hat erneut den Zugang zu youporn.com für seine Kunden gesperrt. Keine Bange, werte Arcor-Kunden! Nutzt doch einfach einen alternativen DNS-Server und alles wird gut. Ein Tutorial für die technisch nicht ganz so versierten Leute gibt es hier und hier eine Liste mit DNS-Servern:

Mögliche DNS Server die verwendet werden können:
194.246.96.49 (dns2.denic.de)
194.246.96.25 (dns3.denic.de)
194.25.2.131 (dns02.btx.dtag.de)
212.77.0.2 (Vatican City, Italy)
192.36.125.2 (Stockholm, Sweden)
200.19.119.99 (Sao Paulo, Brasil)
193.109.126.140 (Leuven, Belgium)
193.125.152.3 (Moscow, Russia)
130.59.211.10 (Zurich, Switzerland)
195.130.89.210 (Athens, Greece)
192.94.163.152 (Barcelona, Spain)
200.10.202.3 (Buenos Aires, Argentina)
193.51.208.13 (Nice, France)
128.86.1.20 (London, UK)
128.8.10.14 (College Park, MD, USA)

Quelle: Datenreise.de über DSDS-Blog

Natürlich lege ich allen betroffenen Nutzern, die weiterhin unbeschwert auf Youporn surfen wollen, den Vatikan-Server ganz besonders warm ans Herz, die Ironie ist kaum zu übertreffen! ;-)

Freitag, 2. November 2007

Lange Nacht mit Tanja, Epilog

Dieses Ereignis ist schon einige Monate her, damals war ich ein unglücklich verliebter Single, der sich innerlich in einen Gefrierschrank verwandelt hatte, um diese Schmerzen nicht mehr ertragen zu müssen. Tanja taute mich langsam wieder auf, ließ mich wieder fühlen. Manche Leute, denen unser Umgang miteinander nicht verborgen blieb, sahen in ihrem Verhalten eine gewisse Berechnung. Warum auch immer sie so zärtlichen Umgang mit mir pflegte, die Gründe interessierten mich nicht, aber diese lebendige Wärme tat gut.

Lange Nacht mit Tanja, Teil 3

Irgendwann machten wir uns erneut die Gläser voll und gingen wieder zurück in den Konferenzsaal. Sie unterhielt sich wieder mit Gästen oder solchen, die an diesem Abend lieber Gast als Mitarbeiter waren, ich machte derweil mit der Arbeit weiter. Der Rotwein tat gut angesichts der zunehmenden Zahl an grölenden Zaungästen, die schon das ein oder andere Bier getrunken hatten und wenig Rücksicht auf die Nerven der konzentriert arbeitenden Leute nahmen. Irgendwann war mein Glas leer und ich ging in mein Büro zurück, um mir nachzuschenken. Es muss inzwischen die zweite Flasche gewesen sein.

Gerade ging ich wieder auf den Flur und wollte die Bürotür abschließen, da kam Tanja um die Ecke. Ich öffnete die Tür erneut, wir traten ein. Das Licht hatte ich schon gelöscht und auch als die Tür hinter uns wieder zufiel, blieb es aus, nur das Licht von draußen ließ uns noch etwas sehen. Wir standen uns einen Moment fast regungslos gegenüber, dann umarmten wir uns und bald begannen unsere Zungen wieder dieses zärtliche Spiel, nur diesmal fordernder, wilder, ungezügelter.

Ich zog sie ganz nah an mich heran und wir verzogen uns völlig in eine Oase der Zärtlichkeit. Wir liebkosten uns an Hals und Ohren, streichelten uns. Dann lag sie vor mir auf dem Tisch, meine Hände hatten schon ihren Pullover etwas hochgeschoben, ihr schöner Bauch war entblößt. Ich schob den Pulli weiter hoch, während ich Tanjas Bauchnabel mit meiner Zunge umspielte, ihre Flanken küsste und meinen Atem über ihre zarte Haut hauchte.

Die Tür war nicht verschlossen und mein Kollege hätte theoretisch hier auch mal etwas Entspannung suchen können, aber dieser Gedanke war weit weg. Meine Hände ergriffen ihren BH und schoben ihn sanft nach oben, legten ihre Brüste frei. Ich konnte mich nicht zurückhalten und beugte mich hinunter, hauchte auf eine Brustwarze, um sie anschließend sanft zu küssen und dann langsam mit der Zunge zu umspielen. Sofort spürte ich Tanjas Lust, sie stöhnte auf. Diesen zarten, sinnlichen Laut aus ihrem Mund zu vernehmen war fast wie eine intime Beichte, ein lieblicher Klang, der mich in seinen Bann zog und mich anspornte, ihre Lust weiter zu vergrößern. Ihre Hände suchten nach meinem Kopf, sie wühlten durch meine Haare, krallten sich an ihnen fest.

Ich spielte noch eine Weile mit ihren wundervollen Knospen der Lust, die sich mir entgegenreckten. Sollte ich weitergehen, hier auf diesem harten Tisch, mit den grölenden Biertrinkern da draußen? Ich wollte sie jetzt so sehr und hätte mir doch eine Umgebung gewünscht, die halbwegs der Schönheit dieser Frau und dieses Momentes gerecht würde.

Meine Lust überwältigte alle weiteren Er- und Abwägungen und ich wollte Tanja noch näher sein, noch mehr von ihr fühlen, noch mehr von ihr schmecken und in ihr versinken, wenn sie es mir erlauben würde. Meine Hände griffen nach ihrem Gürtel, doch sie hielt mich sogleich sanft zurück. Nein, es durfte nicht sein. Noch bevor sie es mir zuflüsterte, verstand ich es. In diesem Moment standen wir an der Schwelle dieser kleinen Welt, die wir da aufgebaut hatten. Wir waren schon wieder mit einem Fuß in der anderen Welt, in der wir Schaden anrichten konnten. Und dies durfte nicht sein. Es wäre nicht fair gewesen, denn Tanja hatte mehr zu verlieren. Ihr Freund war gerade weit weg und doch war er in ihrem Kopf präsent.

Noch nicht ganz wissend, ob wir uns nun wieder dauerhaft voneinander entfernen würden, zog ich sie noch einmal an mich heran, küsste sie und dann gingen wir wieder zurück in den Konferenzsaal. Unsere Lippen waren blutrot, doch es war nur der Wein. Wir hatten in dieser Nacht kein Blut vergossen. Und als wir uns Tage später wieder sahen, blickten wir uns ohne Furcht und Schuld in die Augen. Und die Lust? Ich glaube, sie glüht noch. Aber ich weiß nicht, was noch passieren wird und ich will nicht hoffen. Doch es tut mir gut, Tanja zu sehen.

Lange Nacht mit Tanja, Teil 2

Die Arbeit war in vollem Gange und ich arbeitete konzentriert und effizient, im Hinterkopf den Gedanken, dass Tanja in einigen Stunden wieder erscheinen würde und in meinem eigenen Büro um die Ecke zwei Flaschen chilenischen Cabernet-Sauvignons und zwei Weingläser warteten. Die Zeit verging wie im Flug und irgendwann stand sie da, unterhielt sich mit einigen Leuten, die das Geschehen mehr als Zaungäste verfolgten und Bier tranken. Ich arbeitete noch weiter, zwischendurch trafen sich mal unsere Blicke. Dann kam nach Stunden endlich die Pizzalieferung für die hungrigen Helfer und nachdem das Bezahlchaos erledigt war, ging ich mit der Pizza Richtung Ausgang. Tanja stand nahe der Tür und lächelte mich an. Ich sagte ihr, ich würde mich nun mit der Pizza in mein eigenes Büro zurückziehen, eine Flasche Wein öffnen und den Stress in diesem Saal hinter mir lassen. "Wenn ich mein Bier ausgetrunken habe, komme ich auch", sagte sie mir lächelnd.

Ich setzte mich in mein Büro, schaltete die Lampe mit dem sanften Licht ein und genoss meine Pizza mit dem guten Tropfen. Gerade hatte ich die letzten Bissen der italienischen Köstlichkeit verspeist, da klopfte es an der Tür und Tanja trat ein. Ich schenkte ihr auch Wein ein, wir tranken und sie erzählte mir von ihrem stressigen Tag und allem, was gerade so auf ihren Schultern lastete. Sie war ernst und müde, doch zwischendurch blitzte immer wieder ihr Lächeln auf, das ich in den letzten Tagen zu schätzen gelernt hatte. Wir saßen uns gegenüber, hielten uns an den Händen. Der Lärm draußen auf dem Flur schien fern, das Büro wirkte wie eine Oase.

Da war dieses Gefühl, einfach zweisam zu sein, sich langsam zu betrinken und kaum Kontakt mit der Welt zu haben, keinen Schaden anzurichten, sondern einfach nur in diesem Moment in diesem Raum zu sein und sich miteinander zu beschäftigen. Es war ein schönes Gefühl. Ich weiß nicht, wie lange es dauerte, bis sich unsere Lippen erneut trafen. Und diesmal öffneten sie sich weiter als zuvor und unsere Zungen hatten ein zartes Rendezvous in einem zutiefst friedlichen Moment. Keine Ahnung, wie lange er dauerte.

Fortsetzung folgt...

Lange Nacht mit Tanja, Teil 1

Es war eine der wichtigen Wochen im Jahr, bei denen im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit immer hektische Betriebsamkeit aufkommt. Wir hatten alle schon die letzten Tage viel Stress gehabt, standen morgens früh auf, um die PR-Maschinerie zeitig anzukurbeln, das Team teilte sich auf, die meisten nahmen nun externe Termine wahr, andere hielten im Büro die Stellung, darunter auch ich. Es war anstrengend, aber etwas weniger belastend, als ich es erwartet hatte. Das lag u. a. daran, dass ich zwischendurch immer wieder Tanja begegnete. Umarmungen, Streicheleinheiten, Händehalten...in den letzten Wochen war das öfter vorgekommen, doch erst jetzt registrierte ich diese Berührungen in Gänze, schien wie aufgetaut.

Dann am letzten Tag der heißen Phase, früher Abend: Es war die Ruhe vor dem Sturm, fast alle waren noch mal heimgegangen um sich auszuruhen, erst im Laufe des Abends würden wieder alle nacheinander eintrudeln, um dann bis in die frühen Morgenstunden eifrig zu arbeiten. Im Büro waren die meisten Lichter aus, Tanja und ich standen noch in der Kaffeeküche, als uns der Chef versehentlich einschloss. Wir bemerkten das noch rechtzeitig, riefen ihn zurück, aber wir blieben dann doch noch zu zweit im Büro. Wieder schmiegten wir uns aneinander, als hätten wir nie etwas anderes getan und dann berührten sich unsere Lippen, wir tauschten zärtliche Bützchen aus und lachten. Sie musste aber bald weg, hatte noch schnell was im Büro zu erledigen, würde erst in einigen Stunden zurückkommen. Ich verließ sie, ging in das andere Stockwerk, wo sich langsam die anderen Leute einfanden.

Doch dort bekam ich schnell wieder einen Grund geliefert, um noch mal ins große Büro zu laufen und so sah ich sie schon wieder, kurz bevor sie gehen wollte und wir tauschten noch mal ein paar zarte Küsse aus.

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