Sonntag, 6. Juli 2008

Rückmeldung & Bericht aus Köln

Nein, ich bin nicht in Kölle verschollen, wie der glamourdick mutmaßte. Vielmehr bin ich zwischen Umzugskisten versackt, durch die begrenzte Kompetenz des Personals eines wohlbekannten ehemaligen Staatskonzerns in der Telekommunikationsbranche in die Offlinewelt zwangsverbannt worden und nervlich einige Wochen lang zu angespannt gewesen, um hier wirklich schreiben zu können.

Aber diese Phase ist nun glücklicherweise halbwegs vorbei und ich kann mich wieder anderen Aspekten des Lebens widmen.

Bericht aus Köln:
Ich hatte sogar gleich zwei tolle Dates mit sehr angenehmen und erhellenden Gesprächen. Einmal traf ich einen ausgesprochen netten Mann in den 30ern, der selbst bi ist und glücklicherweise nicht zur Kategorie "schwanzgeil und hirnlos" gehört. Wir speisten vorzüglich in der Kölner Altstadt und führten Gespräche mit Tiefgang. Das war mein erstes Date mit einem Mann, das zwar unverbindlich war, Sex aber doch eine unausgesprochene Option darzustellen schien. Und nach diesem schönen Abendessen war es das erste Mal, dass ich in Erwägung zog, einem Mann zu sagen: "Du bist echt nett und ich würde Dich jetzt gerne mit auf mein Hotelzimmer nehmen." In meinem Kopf ratterte es gewaltig und die Zahnrädchen drehten sich flink, aber dann verpasste ich die Chance, weil die Bedenken mich abhielten. Es war schon recht spät am Abend und ich wollte ausgeruht sein, da ich am nächsten Tag einen wichtigen geschäftlichen Termin hatte. In dem Moment hätte ich wohl mehr jugendlichen Leichtsinn aufbringen müssen. Naja, aber irgendwie war der Abend auch so echt schön, denn es tat gut, so offen Erfahrungen und Gedanken mit einem Gleichgesinnten austauschen zu können. Aufgrund seiner sanften, intellektuellen Art hatte ich schnell Vertrauen in ihn gefasst.

Teil zwei kommt später!

Freitag, 16. Mai 2008

Date in Köln?

Bin vom 3.-5. Juni beruflich bedingt in Köln und grüble derzeit über die Abendgestaltung.

Nette Freigeister aller Geschlechter aus Köln und Umgebung können sich gerne melden!


P. S.: Naja, im Joyclub ist sowas schon nicht einfach, da brauche ich mir hier auch nicht viel ausrechnen... ;-)

Mittwoch, 14. Mai 2008

Liebeslust und Pillenfrust

Eigentlich wollte der gute Hausmann in mir einigen Tätigkeiten nachgehen, doch letztes Wochenende war das gar nicht so einfach. "Wollen wir noch mal kuscheln gehen?" fragt sie mich mit einem Grinsen und hochgezogenen Augenbrauen. "Äh, schon wieder?" entfährt es mir. Aber nur einen Moment später verpacke ich den kleinen Te in ein Latextütchen und unter Einsparung des Vorspiels kommen wir zum Akt, zum zweiten Mal innerhalb der letzten paar Stunden und auf Samiras Initiative hin.

Vor ein paar Tagen hat sie die Pille abgesetzt und es ist fast ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht. Naja, sagen wir Morgendämmerung und Mittagssonne. Das ist schon irgendwie jämmerlich: Frauen nehmen die Pille, um es ungestört und hemmungslos treiben zu können und dann verlieren sie durch diese Pille aber nicht selten die Lust daran, genau dies zu tun.

Dann finde ich auch noch das hier:
"Doch wie der Spiegel berichtet, besteht laut einer Studie von Sexualmediziner Irwin Goldstein von der Boston University die Möglichkeit, dass die Pille die sexuellen Empfindungen der Frau für den Rest ihres Lebens prägt - zumindest bei entsprechend veranlagten Frauen. Den Sex könnten Frauen, die sich durch die Pille sexuelle Freiheit versprechen, demnach also auch mit diesem Verhütungsmittel nicht reuelos genießen. "

Zitiert von Glamour.de

Immerhin ist die gute Nachricht, dass es nicht bei jeder Frau so ist und ganz offenbar auch nicht bei meiner Liebsten, sonst wäre sie in den letzten Tagen nicht so lustvoll gewesen. Aber gerade angesichts dieses frappierenden Unterschieds interessiere ich mich mehr denn je für die Pille für den Mann o. ä.. Vielleicht kann der Mann ja mit weniger unerwünschten Nebenwirkungen verhüten?

Freitag, 9. Mai 2008

Eine Soap, so geil wie gefährlicher Sex

An der S-Bahn-Station erblicke ich die neueste Verbraucherinformation, in Auftrag gegeben von dem Laden, bei dem ich so gut wie nie etwas kaufen möchte, der aber trotzdem jedes Jahr von meinem Konto abbucht: „Ein Tag ohne Marienhof ist wie eine Affäre ohne Gefahr“. Ah, also locker, genussvoll und lebenswert? Aber die meinen das wohl anders.

Schön, wenn man im Alltag sehen kann, dass die öffentlich-rechtlichen Sender einem erst das Geld abnehmen, um damit überwiegend Schund zu produzieren und den Rest darin investieren, dass man während der Warterei auf die S-Bahn daran erinnert wird, dass es tatsächlich Schund ist, den eigentlich keiner sehen will. Fehlt noch, dass sie es fett drauf schreiben: „Hier stecken Ihre Gebühren drin!“

Ich sehe schon den Gegenangriff von RTL:
„Ein Abend ohne GZSZ ist wie zu zahlen statt dem GEZ-Fahnder einen zu blasen.“

Mittwoch, 7. Mai 2008

Ein neuer Mann

Ich will möglichst keinen Schwulen daten, bei dem der Sex schnell mal romantische Empfindungen In Bezug auf mich auslösen könnte. Die damit einhergehenden Verletzungen würden mir leid tun und das Vergnügen arg schmälern. Und auch wenn HIV längst kein reines Schwulenproblem mehr ist, so macht mir die Szene doch eher Angst.

Perfekt wäre ein Mann bis maximal Mitte 30, in fester, offener Partnerschaft mit einer Frau – und auch wenn mich sein bestes Stück am meisten interessiert, sollte ich doch in der Lage sein, ihm ins Gesicht zu schauen, ohne dabei meine Lust zu verlieren. So ein Typ wie Ka wäre super (*träum* *erinner* *schwärm*), aber ich sollte wohl nicht mit meinen Ansprüchen übertreiben.

Viele bi-neugierige Männer, die noch nie etwas mit dem eigenen Geschlecht hatten, suchen einen dominanten Kerl, der sie quasi dazu zwingt, ihm den Schwanz zu lutschen etc.. Für mich ist aber bisher eher die Bandbreite von „neutral“ bis ziemlich devot denkbar. Denn wenn ich Sex mit Männern will, dann vor allem wegen der Dinge, die ich mit einer Frau so nicht erleben kann: Ich will der sein, der ihm seinen harten Riemen mit Hand und/oder Mund fertig macht, ich will das vollgespritzte Luder sein, ich will gefickt werden. Aber all diesen Tätigkeiten wohnt schon ein mehr oder weniger hierarchischer, asymmetrischer Charakter inne und ich stehe stets auf der submissiven, devoten Seite.

Umgekehrt finde ich Männersex weit weniger spannend. Wenn ich gelutscht werde, wenn ich in jemandem eindringe, dann möchte ich die Schönheit weiblicher Gesichtszüge und entsprechender Körperform genießen. Nun kann man mir ja vorwerfen, ich sollte doch nicht klagen, offenbar würden ja die meisten mehr oder weniger bisexuellen Männer alle so ticken wie ich. Naja, das ist nicht ganz korrekt, denn diese Männer brauchen die Dominanz des männlichen Sexpartners, um überhaupt ihre Hemmungen und inneren Blockaden zu überwinden. Das ist für mich längst kein Thema mehr, ich kann und will mich einfach nur fallen lassen.


Und nun sieht es so aus, als hätte ich bald die Gelegenheit dazu, denn auf einmal war er da, der mehr als geeignete Mann für meine sexuellen Wünsche: Mitte der Zwanziger, in glücklicher, offener Partnerschaft mit einer sehr attraktiven und freizügigen Frau, selbst auch sehr lecker, sympathisch und nicht auf den Kopf gefallen. Er ist genau so schwanzgeil wie ich und interessanterweise habe ich erstmals das Gefühl, dass ich mich mit einem Mann dauerhaft anfreunden und ihn zugleich als regelmäßigen Sexpartner haben kann.

Wir beide sind gerade eifrig dabei, uns mal von der Arbeit freizuschaufeln, um Zeit für ein erstes Treffen zu finden. Bis dahin machen wir uns zwischendurch online gegenseitig geil. Während ich dabei daheim sitzen kann, muss der arme Kerl im Büro mit der Reizflut fertig werden. Ich werde ihn hoffentlich bald angemessen für diese süße Qual entschädigen!

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